Das klassische Ehrenamt in Vereinen und Ämtern funktioniert für viele Menschen heute nicht mehr. Was stattdessen wächst, ist ein neues, kreatives und projektbezogenes Engagement. Dieses ist spontan,
gemeinschaftsorientiert und oft außerhalb traditioneller Strukturen. Dieses Engagement braucht keine Bevormundung durch die Verwaltung, sondern gute Rahmenbedingungen: Mehr Freiheit, weniger Hürden und Orte, an denen Gemeinschaft gelebt werden kann.
Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind das Herz einer lebendigen Stadt. Doch viele der alten Strukturen wie bspw. Vereine, starre Gremien und Ämter, passen nicht mehr zur Lebensrealität vieler
Menschen. Heute wollen Bürger beteiligen, wenn sie etwas bewegen können. Unbürokratisch, selbstbestimmt und gemeinsam.
Damit das gelingt, muss die Stadt den Weg frei machen: Statt ehrenamtliche Arbeit einzuhegen oder zu kontrollieren, soll sie Engagement ermöglichen, sichtbar machen und wirksam werden lassen.
Wer etwas auf die Beine stellen will, darf nicht an Sicherheitsauflagen, komplizierten Formularen oder bürokratischen Hindernissen scheitern. Was wir brauchen, ist nicht mehr Kontrolle, sondern mehr Vertrauen.
Engagement braucht Raum! Doch außerhalb kommerzieller Angebote, etwa in der Gastronomie, fehlen oft bezahlbare und frei zugängliche Orte. Auch der Wegfall vieler kirchlicher Jugendheime hat eine „Raumlücke“ hinterlassen, die wir zugunsten des Ehrenamts schließen wollen.
Viernheim soll eine Stadt sein, in der Gemeinschaft wachsen kann – eine Stadt, die ihre Infrastruktur, ihre Kommunikationskanäle und ihre Plätze öffnet, damit Ideen Wirklichkeit werden können. So entsteht eine Stadt, in der Engagement nicht verwaltet, sondern gelebt wird. Eine Stadt, die ihren Bürgern vertraut und ihnen Raum gibt, sich zu entfalten.
Dafür werden wir uns einsetzen:
- Abbau bürokratischer Hürden bei der Organisation von Veranstaltungen im öffentlichen Raum oder Hilfestellung bei der Erfüllung, wenn Auflagen nicht veränderbar sind.
- Leicht zugängliche Vermarktung über städtische Kanäle für ehrenamtlich organisierte Events.
- Aufbau einer städtischen Infrastruktur, die zivilgesellschaftliche Eigeninitiative unterstützt, nicht ersetzt.
- Wir streben die Schaffung stadtteilbezogener, städtischer Räume, für bürgerschaftliches Engagement aller Art an.
